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Qualität von Einstellungsinterviews bei Führungskräften oft unzulänglich

Dresden. - Deutsche Unternehmen vernichten neben Humankapital Milliardenbeträge, indem sie häufig ihre Führungspositionen falsch besetzen. Dr. Ute Stephan und Professor Dr. Karl Westhoff, Psychologen an der Universität Dresden, ermittelten in 101 mittelständischen deutschen Unternehmen: Weniger als 10% nutzten bei der Bewerberauswahl psychologisch fundierte, zuverlässig strukturierte Interviews. Würden selbige angewandt, ließen sich Fehlbesetzungen und Fluktuation in den Führungsetagen deutlich reduzieren - dies ergäbe für eine Firma mit 1400 Mitarbeiter(innen) im Mittel 150.000 Euro jährliche Ersparnis. In ihrer Modellrechnung gehen die Wissenschaftler davon aus, daß bei einer Belegschaft von 1400 Personen etwa 14 Führungskräfte arbeiten, von denen jedes Jahr zwei ihre Stelle wechseln. Im Mittel wird ein Prozent der Beschäftigten als Führungskraft definiert und eine durchschnittliche Verweildauer von 7 bis 7,5 Jahren angenommen.

("Wirtschaftspsychologie", Nr. 3/2002, S.3, Pabst Science Publishers, 49525 Lengerich, www.pabst-publishers.com)

 

 



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