Archiv:
Juni 2010


     
30. Juni 2010

DGNR: Stent in der Halsschlagader beugt Schlaganfall vor

 

Für Menschen, deren Halsschlagader durch kalkhaltige Ablagerungen stark verengt ist, gibt es eine gleichwertige Behandlungsalternative zum bisherigen operativen Verfahren. Mit einem Katheter dehnen die Ärzte die Halsarterie auf und setzen dann eine Gefäßstütze, einen Stent, ein. Vor allem bei jüngeren Patienten kann damit ebenso zuverlässig einer Durchblutungsstörung des Gehirns und Schlaganfällen vorgebeugt werden wie mit einer Operation. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) anlässlich einer aktuellen US-amerikanischen Studie hin, die im „New England Journal of Medicine“ erschienen ist.

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30. Juni 2010

Ein Meilenstein zur Verbesserung der Patientensicherheit

Als international einzigartiges Projekt zur Verbesserung der Patientensicherheit startet am 1. Juli das Deutsche Aortenklappenregister. Es entstand auf gemeinsame Initiative der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). In dem Register werden systematisch und bundesweit Langzeitdaten zum operativen Aortenklappenersatz und zur kathetergestützten Aortenklappenimplantation erhoben und wissenschaftlich ausgewertet. Ziel des Registers ist es, jedem Patienten die für ihn geeignete Therapie auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse empfehlen zu können.

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30. Juni 2010

Ersparnisse in Milliardenhöhe im Gesundheitswesen über ein fallgesteuertes Behandlungsmanagement

 

Die Dauer und damit die Kosten einer Behandlung lassen sich erheblich verringern, wenn ein modernes und fallgesteuertes Behandlungsverfahren in der Versorgung chronischer Wunden gewählt wird. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie des Instituts für Pflege- und Gesundheitsökonomie an der Hochschule Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Heinz Janßen.

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29. Juni 2010

Durchbruch bei der Behandlung von Zystennieren

 

Der Nephrologie am Universitätsklinikum Freiburg, unter der Leitung von Professor Dr. Gerd Walz, ein erster Durchbruch bei der Behandlung von Zystennieren gelungen. In einer großen Studie konnte gezeigt werden, dass man mit dem Medikament Everolimus, welches sonst in der Nierentransplantation eingesetzt wird, das Wachstum von Nierenzysten verzögern kann.

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26. Juni 2010

ESS-KIMO hilft online Frauen mit Essstörungen

 

Anonym und einfach bietet ESS-KIMO Hilfe für Frauen mit Essstörungen. Das online-Programm, das Psychologen der Ruhr-Universität entwickelt haben, richtet sich an Frauen mit Anorexie oder Bulimie. Sie sind oft zwischen den negativen Aspekten ihrer Erkrankung – wie z.B. Osteoporose und Depressionen – und dem vermeintlichen Nutzen wie dem Dünnsein und dem Kontrollgefühl hin- und hergerissen und suchen deshalb keine Hilfe. ESS-KIMO gibt in sechs Online-Sitzungen vor allem Klärungshilfe durch die Auseinandersetzung mit diesen Aspekten.

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25. Juni 2010

Harninkontinenz der Frau: Gute Ergebnisse bei der Rekonstruktion der weiblichen Harnröhre

Bei einer kompletten oder partiellen Harninkontinenz der Frau kann die Rekonstruktion der Harnröhere indiziert sein. Prof. Dr. Dr. Vladimir Zvara beschreibt und illustriert im Lehrbuch "Rekonstruktive urologische Chirurgie" detailliert die operativen Möglichkeiten. "Die Harnkontinenz der Frau ist ein Ergebnis des Zusammenwirkens zwischen verschiedenen Mechanismen; bei jedem Versuch einer Harnröhrenrekonstruktion muss dieser ursprüngliche Mechanismus simuliert werden.

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22. Juni 2010

10 Risikofaktoren tragen wesentlich zum Schlaganfallrisiko bei

 

Die vorab online präsentierte INTERSTROKE-Studie zeigt, dass insgesamt 10 Risikofaktoren (darunter Bluthochdruck, Rauchen und Taille-Hüft-Verhältnis) zu 90 Prozent des Schlaganfallrisiko erklären. Die Studie wird auf dem World Congress of Cardiology (WCC) in Peking vorgestellt werden, Verfasser sind Dr. Martin J. O’Donnell und Dr. Salim Yusuf von der McMaster University im kanadischen Hamilton sowie Kollegen der Interstroke-Forschung.

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19. Juni 2010

Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation: intensiviert, berufsorientiert, subgruppenspezifisch

In der Rehabilitationsmedizin vollzieht sich seit wenigen Jahren ein Paradigmenwechsel: "weg von einer nur an der Krankheit orientierten Therapie hin zur Bearbeitung von Beeinträchtigungen der funktionalen Gesundheit - insbesondere der beruflichen Aktivität und Teilhabe", resümieren Marco Streibelt und Uwe Egner im Editorial zur aktuellen Ausgabe von Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation.

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18. Juni 2010

Heidelberger Chirurgen plädieren für total orthotope Herztransplantation

Bei der Standardtechnik der Herztransplantation bleiben Teile des erkrankten Organs im Körper des Patienten. Für Professor Dr. Falk-Udo Sack (Universitätsklinik Heidelberg) ist jedoch die vollständige Entfernung die bessere Lösung. Nach dieser total orthotopen Transplantation ist das Risiko einer AV-Klappeninsuffizienz deutlich vermindert, schreibt der Chirurg in "Transplantationsmedizin".

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17. Juni 2010

DÄB begrüßt Forderungen der Frauenministerinnen-Konferenz zur besseren medizinischen Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention

Der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) teilt die Auffassung der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen-Konfrenz (GFMK) zu medizinischer Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention. Danach wird die unterschiedliche Herangehensweise für Männer und Frauen noch nicht genügend beachtet, obwohl Geschlechteraspekte im Gesundheitsbereich ebenso wichtig sein können wie die Berücksichtigung des Alters, der Größe und des Gewichts von Patientinnen und Patienten.

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11. Juni 2010

Das Haus am Mondsee: Geschichten, die die Wirklichkeit ersetzen

"Im Haus am Mondsee trifft Fabrizio auf eine Frau, der - ähnlich wie ihm - die Identität abhanden gekommen ist. Wie gelähmt verharrt er im Haus am Mondsee und vermag sich nicht aus seiner Lethargie zu befreien. Ein Verbannter im Verwirrspiel der erfundenen und weitererzählten Geschichten, bleibt Fabrizio in seinem Bett vergraben zurück.

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11. Juni 2010

22 deutsche Universitätsklinika testen dauerhafte Wirkung des Blutwäscheverfahrens für schwer herzkranke Menschen

 

Rund 400 Patienten mit einer Herzmuskelschwäche haben sich am Universitätsklinikum Greifswald einem noch relativ neuartigen Blutwäscheverfahren unterzogen. Bundesweit verfügt die Greifswalder Einrichtung bei der so genannten Immunadsorptionstherapie bei schwer herzkranken Patienten über die größten Erfahrungen. Die Kostenträger fordern jedoch, dass diese positiven Greifswalder Therapieerfolge durch eine multizentrische Studie bestätigt werden.

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10. Juni 2010

Demenz: Spezielle Schulungen sichern Qualität in der Altenpflege

Um dementen Personen ein Höchstmaß an Lebensqualität zu bieten, sind spezielle Pflege- und Betreuungskonzepte erforderlich. Grundlage ist eine ganz auf die individuelle Person ausgerichtete Pflegephilosophie, die hohe Anforderungen an die soziale Kompetenz der Mitarbeiter in Altenpflegeheimen stellt. Wie diese erfüllt werden können, zeigen die Autoren Liselotte und Wolfram Boucsein in ihrem Buch Qualitätssicherung in der stationären Altenpflege unter besonderer Berücksichtigung demenziell veränderter Bewohner.

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10. Juni 2010

Biofeedback erfolgreich bei der Therapie von Harninkontinenz

Körpervorgänge, die der Sinneswahrnehmung nicht unmittelbar zugänglich sind, lassen sich per Biofeedback hör- oder sichtbar machen. Das Verfahren bewährt sich zunehmend in der Therapie der Harninkontinenz bei Kindern und Jugendlichen. "In einem Biofeedbacktraining bei funktioneller Harninkontinenz sollen die Patienten lernen, gestörte Abläufe der Miktion bewusst zu erfassen und zu korrigieren. Im Trainingsprozess soll zudem erreicht werden, dass das bewusst Erlernte auch ohne weitere kontinuierliche Kontrolle ein normales Miktionsverhalten ermöglicht", fordert das aktuelle Manual "Kontinenzschulung im Kindes- und Jugendalter".

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10. Juni 2010

Neu: Von Expertengremium erarbeitete Handlungsempfehlung bei Rauchgasintoxikation

Für die schnelle und richtige Behandlung von Rauchgasopfern vor Ort steht dem Notarzt seit Juni 2010 nun eine praxisorientierte Handlungsempfehlung zur Verfügung. In Abhängigkeit von der Auffindungssituation des Betroffenen – Bewusstseinslage und neurologische Begleiterscheinungen – werden drei Behandlungsschemata befürwortet. „Mit dem nun erstmalig verfügbaren, generell verwendbaren Behandlungsalgorithmus kann den Einsatzkräften im Akutfall die Arbeit erleichtert werden“, ist Professor Dr. med. Peter Sefrin, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte e.V., Würzburg, überzeugt. Gemeinsam mit Sefrin erarbeiteten die namhaften Experten Professor Dr. med. Götz Geldner, Ludwigsburg, Professor Dr. med. Bernhard Graf, Regensburg, Dr. med. Uwe B. Hoppe, Ludwigshafen, Dr. med. Guido Scherer, Ingelheim, und Professor Dr. med. Thomas Zilker, München, die Handlungsempfehlung. Grundsätzlich wird bei der Therapie von Rauchgasvergiftungen zwischen Basismaßnahmen wie Monitoring und gezielter Antidottherapie unterschieden.

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9. Juni 2010

UDE: Neues Forschungsprojekt - Warum essen manche Kinder zu viel?

 

„Hmm, jetzt eine Currywurst oder Schokolade... “ Essen kann Belohnung sein, aber auch Zwang und extremer Nervenkrieg. Viele Studien widmen sich dem Essverhalten, doch sie konzentrieren sich im Wesentlichen auf Erwachsene. Dabei bringt auch der Nachwuchs zu viele Pfunde auf die Waage. Wie wirken sich psychische Störungen und Stress auf das Körpergewicht von Jugendlichen aus? Dies wollen Wissenschaftler vom Uniklinikum der Universität Duisburg-Essen (UDE) herausfinden. Hierzu werden sie 500 14- bis 17-Jährige und ihre Eltern befragen.
 

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9. Juni 2010

Vorhofflimmern: Neue Ursache entdeckt

Wissenschaftler am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen haben erstmals einen bisher unbekannten Mechanismus im Herzen von Patienten mit Vorhofflimmern, einer Form von Herzrhythmusstörung, erforscht und beschrieben. Die Forschergruppe aus Kardiologen und Herzchirurgen unter der Leitung von Prof. Dr. Lars S. Maier, Oberarzt in der Abteilung Kardiologie und Pneumologie (Direktor: Prof. Dr. Gerd Hasenfuß) fand heraus, dass auch die Natrium-Kanäle des Herzens von Bedeutung sind, wenn Patienten an Vorhofflimmern erkranken.

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8. Juni 2010

Vorhofflimmern frühzeitig erkennen – viele Schlaganfälle wären vermeidbar

 

Ein älterer Mann wird mit schwerem Schlaganfall in die Klinik eingeliefert. Als Ursache stellen die Ärzte fest: Vorhofflimmern. Hätte der Patient gewusst, dass er an dieser Herzrhythmusstörung leidet, wären sein Schlaganfall und die irreparablen Hirnschäden höchstwahrscheinlich vermeidbar gewesen. Dies ist kein Einzelfall, sondern passiert fast täglich irgendwo in Deutschland. Ärzte und Wissenschaftler des Kompetenznetzes Vorhofflimmern (AFNET) nehmen deshalb die heute beginnende Welt-Herzrhythmus-Woche zum Anlass, auf die Gefahren des oft unerkannten Vorhofflimmerns aufmerksam zu machen.

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7. Juni 2010

Laparoskopische Kolorektale Chirurgie: Die Zukunft hat erst begonnen

Die Akzeptanz der laparoskopischen Technik in der kolorektalen Chirurgie ist nach wie vor zurückhaltend, bedauert Prof. Dr. Ivo Baca (Bremen). Im Wesentlichen liegt die Verzögerung an dem hochkomplexen, langwierigen Lernprozess, den der Operateur durchlaufen muss; die besonderen Risiken sind das eingeschränkte Sichtfeld der Optik, die verminderte taktile Rückkoppelung und die ungewohnte Instrumentation.

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1. Juni 2010

ARGE (Arbeitsgemeinschaft)-Energiegenossenschaften gegründet

Am 29.5.2010 trafen sich im Bioenergiedorf Oberrosphe (10km nördlich von Marburg) über 60 Vertreter von Energiegenossenschaften u.a. aus Hessen, Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Bremen, Niedersachsen und Nord-Rhein Westfalen.

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1. Juni 2010

Schizophrenie: fehlerhafte Medikation und Polypharmazie häufig

Fast die Hälfte der Schizophreniepatienten in einem psychiatrischen Pflegeheim erhalten "klassische" Neuroleptika: eine Medikation mit geringen Kosten und erheblichen Nebenwirkungen. Der Trend zu neueren, weniger belastenden Neuroleptika ist allerdings zu beobachten, teilt Dr. Wolfgang Becker mit.

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