23. Dezember 2013
 

Neurodermitis: Pauschale Diätempfehlungen sind überflüssig und riskant

 

Neurodermitis: Kinder und Jugendliche können ihre Neurodermitis im Normalfall nicht mit einer Diät lindern. Pauschale Diätempfehlungen in dieser Richtung sind riskant, da sie zu einer Mangelernährung führen können, warnen Ärzte der Kinderklinik Osnabrück in ihrem Patienten- und Elternratgeber "Neurodermitis - das juckt uns nicht!"

"Pauschaldiäten sind häufig sehr einseitig und können dazu führen, dass ihr Kind in schwerste Mangelzustände und bedrohliche Krisen gerät. Je jünger ein Kind ist, desto gefährlicher sind derartige Empfehlungen. Jede Diät muss von einer sorgfältigen Ernährungs-/Diätberatung begleitet werden, um einen Ausgleich für diejenigen Nahrungsmittel zu berücksichtigen, die in der jeweiligen Diät fehlen.

Ungezielte Nahrungsempfehlungen für das Säuglingsalter, wie die sogenannte Vollwertkost - also alle niedrig ausgemahlenen Getreidesorten -, können eventuell neue Allergien herbeiführen. Gerade im ersten Lebensjahr werden die Fremdeiweiße (aus Nahrungsmitteln) sehr viel stärker und dabei weniger gut verdaut über die Darmschleimhaut aufgenommen als im späteren Leben. Eine normale Beikost ist wie bei allen anderen Babies ab dem 5. Lebensmonat möglich.

Das häufig in Pauschaldiäten empfohlene Meiden von Fleisch ist nur in wirklich nachgewiesenen, extrem seltenen Fällen einer Fleischallergie notwendig."

Juckreiz kann durch reichlichen Genuss von Süßigkeiten und Zitrusfrüchten ausgelöst werden. Diese Nahrungsmittel sollten allerdings nur dann gemieden bzw. eingeschränkt werden, wenn der Zusammenhang zwischen Ernährung und Juckreiz klar ist. Einige Kinder vertragen überhaupt keine Süßigkeiten bzw. Zitrusfrüchte, für andere sind sie unproblematisch. Auch hier empfehlen die Kinderärzte: Einschränkungen nur dann, wenn wirklich notwendig.
 

   

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