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Berufstätige Diabetiker müssen ihre
Selbstbehandlung oft dem Arbeitsablauf
anpasen. "Wenn Zeiten für Essen,
Selbstkontrolle oder Medikamenteneinnahme
nicht zuverlässig eingehalten werden können,
ist es u.U, sinnvoll, höhere Blutzuckerwerte
anzustreben, um Unterzuckerungen zu
vermeiden. Dies kann durch Verringerung der
Insulinmenge oder der Medikamentendosis
erreicht werden," raten Dr. Peter Hübner und
Dr. Gundula Ernst in ihrem neuen
"Diabetes-Lesebuch".
"Der gleiche Effekt tritt bei
insulinbehandelten Patienten durch
zusätzliche Kohlenhydrat-Aufnahme ein. Unter
Umständen muss auch die Wahl des
Insulinpräparats auf die Gegebenheiten der
Arbeitsorganisation abgestimmt werden: Sind
Zwischenmahlzeiten nicht möglich, kann die
Verwendung sehr kurzwirksamer Analoginsuline
günstig sein; für Beschäftigte mit
wechselnden Arbeitszeiten oder Schichtarbeit
ist möglicherweise die Wahl eines 24 Stunden
wirksamen Verzögerungsinsulins vorteilhaft.
Häufig müssen Zeitpunkt und Umfang von
Mahlzeiten dem Arbeitsrhythmus angepasst
werden. Viele Berufstätige nehmen am Abend
ihre Hauptmahlzeit ein. Dann ist es
eventuell erforderlich, die Insulin-Dosis
oder evtl. die Tabletten-Menge zum
Abendessen aufzustocken ...
Fällt häufig schwere körperliche Arbeit an,
kann es notwendig werden, zur Vermeidung von
Unterzuckerungen vor und während der Arbeit
weniger Insulin zu spritzen. Auf einen
ausreichenden Verzehr von Kohlenhydraten
sollte dann ebenfalls sorgfältig geachtet
werden."
Das neue "Diabetes-Lesebuch" enthält mehr
als hundert Tipps und Tricks für ein gutes
Leben trotz Krankheit.
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