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Eine strikte Diät kann übergewichtigen
jüngeren Frauen mit einer bestimmten
Kopfschmerzerkrankung helfen. Dabei handelt
es sich um die so genannte idiopathische
intrakranielle Hypertension – ein
Krankheitsbild, das durch einen erhöhten
Gehirnwasserdruck gekennzeichnet ist und
vorwiegend übergewichtige Frauen betrifft.
Für die Patienten geht die Erkrankung mit
Kopfschmerzen, Sehstörungen und
Ohrgeräuschen einher. Wie die Deutsche
Gesellschaft für Neurologie laut einer
Studie im British Medical Journal berichtet,
können die Symptome sehr gut durch eine
strikte kalorienreduzierte Diät gelindert
werden.
„Die Studie kommt zur rechten Zeit“,
bekräftigt Förderreuther. „Da Übergewicht
und Adipositas in der Bevölkerung zunehmen,
muss man auch von einer steigenden Zahl von
Patientinnen mit idiopathischer
intrakranieller Hypertension ausgehen.“ Nach
diesen Ergebnissen ist es gerechtfertigt,
dass Betroffene eine begleitende
ernährungs-medizinische Beratung und
Behandlung erhalten. Ob auch geringere
Gewichtsabnahmen zu ausreichenden
Therapieeffekten führen, müssten allerdings
weitere Studien klären.
Die Ergebnisse im Detail
25 Patientinnen mit einem BMI (Body-Mass-Index)
von mehr als 25 und intrakraniellem
Hochdruck nahmen über drei Monate an einer
stark kalorienreduzierten Diät von nur 425
Kilokalorien pro Tag teil. Nur zwei brachen
die Studie ab, weil sie die Diät nicht
einhalten konnten; zwei weitere Patientinnen
erschienen nicht zu Folgeuntersuchungen.
Damit war die Drop-out-Rate deutlich
geringer, als zu erwarten.
Durch das rigide Ernährungsprogramm konnte
bei allen Patientinnen eine erhebliche
Gewichtsreduktion von im Durchschnitt 15,7
Kilo – das entspricht 15,5 Prozent des
Körpergewichts– erzielt werden. Dies ging
mit einer signifikanten Abnahme des
intrakraniellen Drucks einher. In der Folge
hatten die Patientinnen seltener
Kopfschmerzen und verzeichneten überdies
eine Abnahme der Kopfschmerzintensität. In
standardisierten augenärztlichen Kontrollen
konnte zudem ein signifikanter Rückgang der
Stauungspapillen dokumentiert werden. Auch
nach Beendigung der Diät blieben die Befunde
über einen weiteren Beobachtungszeitraum von
drei Monaten stabil.
Quelle:
http://idw-online.de/pages/de/news384669
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