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Die Bundesärztekammer (BÄK) hat die
Richtlinien zur substitutionsgestützten
Behandlung Opiatabhängiger überarbeitet.
„Wir wollen die Gesundheitsversorgung von
Opiatabhängigen weiter verbessern und noch
mehr Ärztinnen und Ärzte motivieren, sich in
der Behandlung suchtkranker Menschen zu
engagieren“, erklärt Frieder Hessenauer,
Vorsitzender des BÄK-Ausschusses „Sucht und
Drogen“. Die Novellierung der 2001
verabschiedeten Richtlinie war aufgrund von
Änderungen der gesetzlichen
Rahmenbedingungen erforderlich geworden.
Die neuen Richtlinien legen fest, dass die
Substitution Opiatabhängiger neben der
schrittweisen Entwöhnung auch eingesetzt
werden kann, um schwere Begleiterkrankungen
zu behandeln oder Risiken während einer
Schwangerschaft und nach der Geburt zu
reduzieren.
Zudem konkretisieren die Vorschriften Art
und Umfang der psychosozialen Betreuung und
fordert die Kostenträger auf, entsprechende
Angebote flächendeckend sicherzustellen.
Darüber hinaus ersetzt die Novelle die
bislang gültigen formalisierten
Fristenregelungen durch neue Vorgaben, die
sich am individuellen Therapieverlauf
orientieren und die Entscheidungsfreiheit
des Arztes stärken. Dies gelte sowohl für
die begleitenden Arzt-Patienten-Kontakte als
auch für Beigebrauchskontrollen und
Take-home-Verordnungen, so die BÄK.
Zudem sollen zukünftig
Beratungskommissionen, die eng mit den
Qualitätssicherungskommissionen der
Kassenärztlichen Vereinigungen
zusammenarbeiten, die Rolle der Ärztekammern
in der Qualitätssicherung der Substitution
stärken.
Quelle:
www.aerzteblatt.de
Küfner, H., Ridinger, M.
Psychosoziale Behandlung von Drogenabhängigen
unter Substitution (PSB-D) – Manual 2.0
Pabst, Lengerich/Berlin, 332 Seiten, ISBN
978-3-89967-434-7
Petitjean, S.:
Methadone Maintenance Treatment in General
Practice or in Specialized Centers – Profile and
Outcomes of Patients in the Swiss Canton of Basle
Pabst, Lengerich/Berlin, 128 pages, ISBN
978-3-89967-622-8
Schmid, O., Müller, Th.
Heroin – von der Droge zum Medikament. Eine
Chronik zur heroingestützten Behandlung in Basel
von 1994 – 2008
Pabst, Lengerich/Berlin, 196 Seiten, ISBN
978-3-89967-514-6
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