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Bei adipösen Kindern kommt es bereits ab dem
dritten Lebensjahr zu einem Anstieg des
C-reaktiven Proteins (CRP) im Serum, was bei
Erwachsenen ein erhöhtes kardiovaskuläres
Risiko anzeigt. Im Kindes- und Jugendalter
kommen nach einer Studie Pediatrics (2010;
doi:10.1542/peds.2009-2182) weitere
Entzündungsmarker hinzu.
Die Atherosklerose beginnt nach derzeitigem
Kenntnisstand mit einer allgemeinen
Entzündungsreaktion im Körper, zu deren
Markern das CRP gehört. Sein Anstieg zeigt
ein erhöhtes Herzinfarktrisiko an. In den
USA gehört es bei älteren Menschen
mittlerweile zu den Entscheidungskriterium
für den Einsatz von Statinen.
Die Blutgefäße von Kindern sind frei von
atherosklerotischen Veränderungen. Einige
haben jedoch bereits erhöhte CRP-Werte, die
nach einer Untersuchung von Asheley Cockrell
Skinner von der Universität in Chapell
Hill/North Carolina mit dem Übergewicht
assoziiert sind.
Dies geht aus einer Analyse der National
Health and Nutrition Examination Survey
hervor, in der die US-Centers for Disease
Control and Prevention regelmäßig in einer
Stichprobe den Gesundheitszustand der
Bevölkerung untersuchen.
In den Jahren 1999 bis 2006 wurden mehr als
16.000 Kinder untersucht. Insgesamt 3,5
Prozent waren bereits im Alter von 3 bis 5
Jahren extrem übergewichtig und von diesen
hatten 40 Prozent erhöhte CRP-Werte
gegenüber 17 Prozent der Normalgewichtigen.
Der Anteil nimmt mit dem Alter zu und
adipöse Teenager hatten fast fünfmal
häufiger erhöhte CRP-Werte. Im Alter von
sechs bis acht Jahren kam bei vielen
adipösen Kindern ein Anstieg der
Neutrophilen im Blutbild hinzu, und im Alter
von neun bis elf Jahren gab es auch abnorme
Werte im Quotient aus Ferritin/Transferrin.
Die Marker bedeuten sicherlich nicht, dass
die Kinder bereits infarktgefährdet sind,
sie sind nach Ansicht von Skinner jedoch ein
Zeichen dafür, dass Veränderungen an den
Gefäßwänden sehr frühzeitig einsetzen und
eine Adipositas im Kindes- und Jugendalter
deshalb nicht als unbedenklich angesehen
werden könne.
Quelle:
www.aerzteblatt.de
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