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Die Peritonitis ist mit 64% die häufigste
infektiologische Diagnose bei Aufnahme auf
eine chirurgische Intensivstation. Die
kausale Therapie gilt in der Regel als
Grundvoraussetzung für den Erfolg. Die
Operationsmethoden haben während der letzten
Jahre einen deutlichen Wandel erfahren,
berichtet Professorin Dr. Elke Muhl in ihrem
Beitrag zum 20. Symposium Intensivmedizin
und Intensivpflege (17.-19. Februar,
Bremen).
Die laparoskopische Chirurgie ist vor allem
bei Peritonitiden mit lokaler Ausbreitung
erfolgreich - und bei frischer diffuser
Peritonitis, insbesondere wenn die Quelle
der Infektion auch laparoskopisch sanierbar
ist: z.B. beim perforierten Ulkus Ventriculi/resp.
Duodeni, bei der Appendizitis und bei der
perforierten Cholecystitis.
"Ob die Sepsisquelle laparoskopisch
erfolgreich saniert werden kann, hängt nicht
zuletzt auch von der Expertise des
Operateurs ab," warnt Muhl.
"Offen chirurgisch wird in der Regel dann
vorgegangen, wenn eine diffuse, nicht
frische Peritonitis vorliegt, insbesondere
mit Nekrosen und Fibrinbelägen, bei
verdickten geblähten Darmschlingen im Ileus,
bei Verwachsungen und Voroperationen.
Radiologisch interventionelle Verfahren
haben keinen Platz in der Behandlung der
Peritonitis. Die Domäne der Radiologen ist
eher die gezielte Drainage lokalisierter
Abszesse. Hier ist die radiologisch
interventionelle Drainage die Methode der
ersten Wahl und in mehr als 70% der Fälle
erfolgreich."
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