VERHALTENSTHERAPIE & VERHALTENSMEDIZIN

21. Jahrgang / Heft 1 - 2000

Frauke Teegen & Yukie Yasui
Traumaexposition und posttraumatische Belastungsstörungen bei dem Personal von Rettungsdiensten

Zusammenfassung. An 10 Rettungswachen in Norddeutschland wurde eine Fragebogenerhebung zu berufsbezogener Traumatisierung durchgeführt. 129 Rettungsassistenten und -sanitäter machten Angaben zu Art und Häufigkeit hochbelastender Einsätze und traumatischer Lebenserfahrungen, Symptomen der Posttraumatischen Belastungsstörung (PCL-C), Depression (ADS-K) und kognitiv-emotionalem Bewältigungsstil (FAPK 1,3). Die Untersuchungsteilnehmer waren im Mittel 34 Jahre alt und hatten eine 11-jährige Berufserfahrung. Sie berichteten im Mittel über 46 Einsätze, die sie mit Schwerverletzten, Sterbenden, Toten oder eigener Lebensgefahr konfrontierten. 80 % litten unter bedrängenden Erinnerungen, 70 % unter Symptomen eines erhöhten Erregungsniveaus; 36 % hatten eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ausgebildet. Im Vergleich zu gering belasteten Personen machten Teilnehmer mit PTBS signifikant häufiger Angaben zu Traumaerfahrungen in der persönlichen Lebensgeschichte und Defiziten der emotionalen Kompetenz.

Schlüsselwörter: Rettungsdienst, Trauma, Posttraumatische Belastungsstörung, Bewältigung

Dr. Frauke Teegen
Dipl.-Psych. Yukie Yasui
Psychologisches Institut III
Klinische Psychologie/Psychotherapie
Universität Hamburg
Von-Melle-Park 5
D-20146 Hamburg


  • Auch bei Bestellungen per E-Mail bitte immer die Lieferanschrift  angeben. Vielen Dank.

PABST SCIENCE PUBLISHERS
Lengerich, Berlin, Riga, Rom, Wien, Zagreb
Verlagslogo