| Psychoanalyse Texte zur Sozialforschung Herausgegeben von Oliver Decker |
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9. Jahrgang - Heft 2/2005 Schwerpunktthema: Psychoanalyse und Universität |
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Vorbewusstes und vorbewusste seelische
Prozesse – Versuch einer konzeptuellen Klärung Zusammenfassung: Das Konzept des Vorbewussten hat innerhalb der psychoanalytischen Literatur ein vergleichsweise geringes Interesse gefunden. Der Autor diskutiert die verschiedenen Auffassungen Freuds und argumentiert, dass das Konzept seinen explikativen zugunsten eines bloß deskriptiven Status verloren habe. Nach der Aufgabe des topografischen Modells wird damit lediglich noch benannt, dass ein seelischer Inhalt aktuell nicht aber der Möglichkeit nach bewusst ist. In einem begriffstheoretischen Rahmen kann hingegen das Vorbewusste als diejenigen begrifflich organisierten seelischen Inhalte gefasst werden, die aktuell nicht mit sprachlichen Zeichen verbunden sind. Unterhalb der Ebene verbaler Zeichenprozesse verlaufen die psychischen Prozesse auf kontinuierliche, flüssige und simultane Weise, zudem nicht durch die syntaktischen Regeln der Sprache begrenzt. Mit der vorgeschlagenen Konzeption kann der explikative Status des Konzepts begründet werden. Dr. Philipp Soldt |
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| Pabst
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