| Psychoanalyse Texte zur Sozialforschung Herausgegeben von Oliver Decker |
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8. Jahrgang - Heft 1/2004 |
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Primär- und Sekundärprozess im
psychischen Geschehen Zusammenfassung: Die Ergebnisse einer vorangehenden Arbeit (vgl. Soldt 2003) zusammenfassend werden die innerhalb der psychoanalytischen Theoriebildung zentral stehenden Konzepte des Primär- und Sekundärprozesses einer Reformulierung unterzogen, die sie als Grundformen des Denkens ausweist und inhaltlich als affekt- und begriffssymbolisches Denken präzisiert. Beide stehen zueinander in einem dialektischen Verhältnis, sind nicht nebeneinander, sondern ineinander situiert, d.h. durchdringen einander. Im normalen sekundärprozesshaften Denkakt, der primär logisch, d.h. als induktiv-deduktive Verkettung von Begriffen zu gedanklichen Aussagen abläuft, bleibt gleichwohl das affektsymbolische Denken in Form der emotionalen Ausrichtung erhalten. Im Zuge einer adaptiv in vielen Situationen notwendig werdenden Ich-Regression kehrt sich dieses Verhältnis um, die Begriffe treten nun in den Dienst des affektsymbolischen Denkens und werden zu dessen Mittel. Anders als bei vorsprachlichen Kindern, die noch nicht über ein sekundärprozesshaftes Denken verfügen, grenzt dieses im Fall regredierter Erwachsener das Lustprinzip ein. Im Anschluss an die allgemeine Erläuterung dieser beiden Denkniveaus wird ihr Zusammenspiel anhand einer sprachlichen Fehlleistung rekonstruiert. Schlüsselwörter:
Primärprozess, -vorgang, Sekundärprozess, -vorgang, Metapsychologie,
Affekt, Affekttheorie, Theorie des Denkens, Begriffstheorie Philipp Soldt |
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| Pabst
Science Publishers Lengerich, Berlin, Riga, Rom, Wien, Zagreb |
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