Psychoanalyse
Texte zur Sozialforschung
Herausgegeben von
 Ada Borkenhagen und Oliver Decker


6. Jahrgang - Heft 11 - Juni 2002


"Psychische Realität", Unbewusstes und Sprache
Versuch einer konzeptuellen Klärung

Siegfried Zepf, Judith Zepf, Sebastian Hartmann


Zusammenfassung
Die Autoren untersuchen den Zusammenhang von psychischer Realität, Unbewusstem und Sprache. Sie kommen zum Schluss, dass sich psychische Realität auf Vorstellungen bezieht, die unbewusst werden und die dadurch für das Subjekt einen "Realitätswert" bekommen. Diese unbewusst gewordenen Vorstellungen existieren in den Extensionen unter den Intensionen falscher, in den lebensgeschichtlich nicht zugehörigen Begriffen und erscheinen so in mystifizierter Form in Gestalt von Ersatzbildungen wieder im Bewusstsein. Ersatzbildungen erweisen sich damit als das Scharnier, in dem sich die innere, psychische Realität und die äußere, materielle Realität in Bildung ihres subjektiven Erlebens verbinden.

Schlüsselwörter: psychische Realität, Unbewusstes, Sprache


Prof. Dr. Siegfried Zepf
Dr. Sebastian Hartmann
Institut für Psychoanalyse, Psychotherapie und
Psychosomatische Medizin
Universitätskliniken
D-66421 Homburg/Saar


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