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13. Jahrgang - Heft 52 - Dezember 2000


Bedingungen erfolgreicher ambulanter Nachsorge nach stationärer psychosomatischer Rehabilitation
Axel Kobelt, Gerhard Schmid-Ott, Hans-Werner Künsebeck, Eberhard Grosch, Jürgen Hentschel, Peter Malewski, Friedhelm Lamprecht

Kurzfassung
Nachdem bisher vor allem Prädiktoren zur Vorhersage des Behandlungsergebnisses nach stationärer psychosomatischer Rehabilitation untersucht wurden, werden in unserer Untersuchung Bedingungsmuster gesucht, die erfüllt sein sollten, um eine Verbesserung bzw. Stabilisierung der psychischen Belastbarkeit und der Bewältigung des Alltags durch ambulante psychosomatische Nachsorge zu erreichen.

Neben dem Nachweis signifikanter Verbesserungen auf der Symptomebene (Depressivität, Beschwerdedruck) und den monetär bedeutsamen Veränderungen bei  Arbeitsausfall- und Krankenhaustagen konnte gezeigt werden, dass vor allem das Ausmaß der während der stationären Heilbehandlung erworbenen Alltagsbewältigungskompetenz verbunden mit der  Teilnahme an der ambulanten Nachsorge das psychische Wohlbefinden und die Alltagsbewältigungskompetenz ein Jahr nach Beendigung der stationären Rehabilitationsmaßnahme beeinflusst. Vor allem diejenigen Patienten, die am Ende des stationären Aufenthaltes noch hohe Depressionswerte aufwiesen, konnten von einem Nachsorgeangebot profitieren.

Schlüsselwörter: ambulante Nachsorge, Prädiktoren, Einjahreskatamnese, differentielle Effekte

Dr. Axel Kobelt, Dipl.-Psych.
Medizinische Hochschule Hannover
Abteilung Psychosomatik und
Psychotherapie
Zentrum Psychologische Medizin
D-30623 Hannover


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