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13. Jahrgang - Heft 49 - März 2000


Rückgang von Belastungen bei den Eltern während einer stationären Familienrehabilitation
Heino  Schäfer, Jörg Michael Herrmann, Wolfgang Stiels, Doris Hartenthaler, Jörg Herdt

Kurzfassung
In der vorliegenden Arbeit werden erste Ergebnisse der Begleitforschung einer stationären Familienrehabilitation vorgestellt. Die untersuchte Elternstichprobe zeigte sich in dem zur Klinikaufnahme vorgelegten Inventar zur Erfassung des Rehabilitationsstatus (IRES) in hohem Masse belastet. 80% der Mütter und knapp 60% der Väter kamen durch die Darstellung subjektiver Beschwerden und Belastungen in der IRES-Gesamtsumme zu auffälligen Werten (>75. Percentil). Im einzelnen bestand dabei die höchste Anzahl auffälliger Werte in den Bereichen „Psychische Belastung“, „Behinderung im Alltag“, „Schmerzen/Symptome“ und „Berufliche Beanspruchung“.

Der Prä-Post-Vergleich erbrachte im Gesamt-Reha-Status, der Summe aus allen IRES-Skalen, für die Gesamtgruppe eine hochsignifikante (p< 0.01; Effektstärke=0.78) mittlere Skalenerhöhung vom Aufnahme- zum Entlasstermin, die als Verbesserung der Befindlichkeit zu werten ist. Diese global gemessene Verbesserung geht vor allem auf die hochsignifikanten Skalenveränderungen in den Einzelbereichen „Psychische Belastung“ (Effektstärke=0,83) und „Schmerzen/Symptome“ (Effektstärke=0,73) zurück.

Die starken Effekte - im Vergleich zu anderen Untersuchungen mit dem selben Instrument - können als erster Hinweis gewertet werden, dass der Einbezug der Familie bei den Erwachsenen einen zusätzlichen Nutzen hinsichtlich des Erreichens individueller Rehabilitationserfolge im psychosomatischen Bereich bringt.

Schlüsselwörter: stationäre Familienrehabilitation, biopsychosoziales Behandlungskonzept, Rehabilitations-Status, Behandlungserfolg

 

Heino  Schäfer, Dipl.-Psych.
Rehabilitationsklinik Glotterbad der
LVA Württemberg
79286 Glottertal


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