R. Rugulies
Die psychosoziale Dimension der koronaren Herzkrankheit und die Chancen multiprofessioneller
Intervention

Die koronare Herzkrankheit und ihre wichtigsten klinischen Erscheinungsformen - Angina Pectoris, Herzinfarkt und plötzlicher Herztod - gehören in hochentwickelten Industriegesellschaften zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen und Todesursachen. Aus zahlreichen epidemiologischen Forschungsstudien der letzten drei Jahrzehnte geht eindrucksvoll hervor, daß nicht nur biomedizinische Faktoren, sondern auch die psychische Verfassung des Individuums und die sozialen Lebensbedingungen die Erkrankungswahrscheinlichkeit beeinflussen.

In der Arbeit wird eine Bilanz des psychologischen und soziologischen Forschungsstandes zu Entstehung und Verlauf der koronaren Herzkrankheit gezogen. Die Studie beschreibt die sich hieraus ergebenden Konsequenzen für die Behandlung Koronarkranker. Im ersten Teil werden die wichtigsten in der Herz-Kreislaufforschung diskutierten psychologischen und soziologischen Konstrukte ausführlich vorgestellt und hinsichtlich ihres Beitrags zu einem soziopsychophysiologischen Verständnis der koronaren Herzkrankheit analysiert. Der zweite Teil befaßt sich mit Sekundärprävention und Rehabilitation bei Koronarpatienten und untersucht anhand einer Interventionsstudie die Chancen eines umfassenden, multiprofessionellen Behandlungsansatzes.

Die Arbeit stellt komplexe Zusammenhänge zwischen Gesellschaft, Psyche und physiologischen Prozessen allgemeinverständlich dar. Sie wendet sich damit sowohl an interdisziplinär denkende Bio- und Sozialwissenschaftler als auch an Angehörige der verschiedenen im Gesundheitswesen tätigen Berufsgruppen, die sich für eine umfassende Betrachtungsweise der koronaren Herzkrankheit interessieren.

 

1999, 352 Seiten, ISBN 3-933151-66-X, Preis:20,- Euro

 

Pabst Science Publishers
Eichengrund 28
D-49525 Lengerich

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