A. Kinder
Assoziative und kognitive Prozesse bei der
klassischen Konditionierung:
Das optimale Interstimulus-Intervall als
Funktion der Schwierigkeit logischer Regeln

Während angenommen wird, daß klassische Konditionierung auf assoziativen Prozessen basiert, gilt der Erwerb logischer Regeln als Resultat höherer kognitiver Aktivität. In der vorliegenden Arbeit wird gezeigt, daß die in einem Konditionierungsparadigma gewonnenen Daten mit Ergebnissen aus dem Bereich des Regel- bzw. Konzeptlernens übereinstimmen. Es werden drei Konditionierungsexperimente dargestellt, in denen die An- und Abwesenheit konditionierter Reize differentiell mit einem unkonditionierten Reiz gepaart wurde und auf diese Weise logische Regeln realisiert wurden. Als experimentelles Paradigma wurde die klassische Konditionierung des Lidschlags verwendet. Ein weiterer Teil der Arbeit befaßt sich mit der Frage, ob sich die in den Konditionierungsexperimenten gewonnenen empirischen Ergebnisse in einem neuronalen Netz simulieren, und somit letztlich auf assoziative Prozesse zurückführen lassen. Es wird gezeigt, daß dies mit einer Netzarchitektur, die den gängigen Konditionierungstheorien entspricht, nicht vollständig möglich ist. Ausgehend hiervon wird argumentiert, daß über die simulierten assoziativen Prozesse hinaus Top-Down-Prozesse angenommen werden müssen, um die beobachteten Ergebnisse zu erklären.

 

1996, 168 Seiten, ISBN 3-931660-36-2, Preis:15,- Euro

Pabst Science Publishers
Eichengrund 28
D-49525 Lengerich



>>> Bei E-Mail-Bestellungen bitte immer Name und Anschrift
des Absenders angeben. Vielen Dank.