M. Hasenbring, J. Frettlöh, C. Schaub (Hrsg.)
Prävention der Schmerzchronifizierung – Zwischen Utopie und Notwendigkeit

2000, 108 Seiten, 
ISBN 3-934252-81-8,
Preis: 15,- Euro

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Die Zukunft der interdisziplinären Schmerztherapie und -forschung wird maßgeblich von dem Versuch bestimmt sein, zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt den Prozess einer Schmerzchronifizierung zu erkennen und wirkungsvoll abzuwenden. Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre zeigen vor allem am Beispiel von Rückenschmerzen, dass psychologischen Merkmalen im Zusammenspiel mit organischen und sozial-strukturellen Faktoren ein hoher Stellenwert zukommt. Die weitere Erforschung dieser Zusammenhänge bei anderen Schmerzsyndromen sowie die Ausdifferenzierung und Klärung der psychologischen Anteile an diesem Geschehen stellt eine bedeutsame Aufgabe für die empirische Psychologie dar. Im Gegensatz zum chronischen Schmerz eröffnet sich in subchronischen Stadien der Schmerzentwicklung eher noch die Chance, den ursprünglichen Signalcharakter des Schmerzes zu identifizieren, auslösende und aufrechterhaltende Bedingungen eindeutiger voneinander abgrenzen und therapeutische Ansätze mit höherer Wirksamkeit durchführen zu können. Bewährte Ansätze der interdisziplinären Zusammenarbeit in Forschung und Therapie zum chronischen Schmerz sollten hier ihre Fortsetzung finden und ihre Effekte mit dem Ziel optimieren, jahrelanges persönliches Leiden zu verhindern und Folgekosten einzudämmen. 


Pabst Science Publishers
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