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Ekkehard F. Kleiter Egozentrismus und Sozialpersönlichkeit in verschiedenen Soziallagen bei Deutschen, US-Amerikanern und Deutsch-Türken |
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Gegenstand sind Struktur und Bedingtheit der Sozialpersönlichkeit. Sozialpersönlichkeit wird im Rahmen einer neu konzipierten Sozialpersönlichkeitspsychologie (SPP) gesehen, die eine Zusammenziehung aus Sozial- und Persönlichkeitspsychologie darstellt und in den USA als "integrative Personality and Social Psychology" (PSP) geführt wird. Zur Sozialpersönlichkeit gehören Größen wie Kontaktbereitschaft, Prosozialität, Egozentrismus, Egoismus, Rollen- und Perspektivenübernahme, Empathie, Rücksichtnahme, Ungerechtigkeits- und Fremdschuldattribuierung, Aggressivität u.a. Sozialpersönlichkeit soll hier cross-kulturell im Sinne der "Cross-Cultural Psychology" (CCP) untersucht werden. Verglichen werden Größen und Strukturen der Sozialpersönlichkeit von drei "Großethnien", und zwar von US-Amerikanern, Deutschen und in Deutschland lebenden Türken. Zusätzlich werden soziologische Variablen der Sozial- bzw. Lebenslagen herangezogen, die als konkurrierende Erklärungsgrößen dienen. Die Wahl der drei Großethnien begründet sich aus den bereits vorliegenden cross-kulturellen Untersuchungen. US-Amerikaner und Deutsche repräsentieren eher individualistische Gesellschaften, Türken dagegen kollektivistische. Beantwortet werden Fragen nach der Struktur der Sozialpersönlichkeit, und zwar in Abhängigkeit der Großethnien und Soziallagen. Der Leser erhält auf statistisch abgesichertem Niveau Informationen über die psychologischen Eigenheiten der drei für den Westen so relevanten Kulturen und dies in Konkurrenz zu den Auswirkungen von Soziallagen. Durch den cross-kulturellen Ansatz wird es möglich, den Grad der Allgemeinheit (Universalität) von psychologischen Einheiten der Sozialpersönlichkeit und die typologischen Eigenheiten der drei Großethnien zu bestimmen. Sozialpersönlichkeit lässt sich in ethno-universelle, ethno-differentielle, soziallage-universelle und soziallage-differentielle Anteile zerlegen. Eine herausragende Rolle spielt dabei der Egozentrismus, der als Zentralgröße die Struktur der Sozialpersönlichkeit beeinflusst. Die Untersuchung stellt die Fortsetzung des SEIM-I/II-Projekts (SEIM = Selbstverwirklichung, Egozentrismus, Individualisierung und Moral bei Kindern und Jugendlichen, Bd.I und II) mit Erwachsenen dar. Auf der Grundlage eines Modells der Sozialpersönlichkeit wird ein Fragebogen mit 182 Fragen entworfen, der auch ins Englische und Türkische übersetzt wurde. Die Stichproben der drei Großethnien umfassen Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren aller Berufsgruppen. Es lassen sich universelle und differentielle Faktoren und Typen der Sozialpersönlichkeit herausarbeiten, die in Abhängigkeit von den 3 Großethnien und 7 clusteranalytisch gebildeten Soziallagetypen stehen. In einer Bestimmungsgleichung werden die prozentualen Anteile der Sozialpersönlichkeit für "ethno-universell", "ethno-differentiell", "soziallage-universell" und "soziallage-differentiell" angegeben. Empirisch beantworten lässt sich somit nicht nur, welche Struktureinheiten und Typen in den drei Großethnien und in allen drei ethno-übergreifend (universell) vorkommen, sondern auch, wie viel an Gemeinsamkeiten und an Unterschiedlichkeit durch die Großethnien und in Konkurrenz durch die Soziallagetypen erklärbar ist. Gerechnet wurde über das
Statistik-Programm-Paket "KMSS"
(Kleiter-Multi-Statistik-System, kostenloses Download über
www.kleiter-e.de). Zum Einsatz gelangen zur Entmischung der sich überlagernden
Strukturen hauptsächlich die vom Autor entwi-ckelten
"multivariaten Entmischungsverfahren". Interessenten: Psychologen (der Richtungen Sozialpsychologie, Persönlichkeitspsychologie, Cross-Kulturelle Psychologie), Soziologen (Zusammenhang "Soziallagen und psychologische Struktur"), Ethnologen (psychologische Struktur von US-Amerikanern, Deutschen und Deutsch-Türken), Pädagogen, Politikwissenschaftler, Methodiker. |
| Pabst
Science Publishers Eichengrund 28 D-49525 Lengerich |
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