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3/1998 |
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Therapeutische Hämodilution - eine Bestandsaufnahme W. Schimetta, H.-P. Haring, C. Hellmich, K.-L. Resch, G. Stark, H.-J. Wilhelm Therapeutische Hämodilution ist eine insbesondere durch Infusionen induzierte Blutverdünnung, bei welcher die Veränderung der Blutzusammensetzung per se im Vordergrund steht. Das Wirkprinzip stützt sich auf eine hämorheologische und eine hämodynamische Komponente. Im Gegensatz zum standardisierten Tiermodell wurden in klinischen Studien bisher nur wenige anerkannte Wirksamkeitsnachweise erbracht, wobei die Gründe dafür in einem erheblichen Maß methodisch bedingt sein dürften. Insgesamt ergeben die vielfältigen Erfahrungen aus Forschung und Praxis, daß die therapeutische Hämodilution wirksam (wenn auch nicht hochwirksam) zu sein scheint, bei sachgemäßer Anwendung praktisch kaum ein Risiko darstellt und problemlos zu handhaben ist. Somit kann ein Einsatz bei chronischen und akuten Mikrozirkulationsstörungen vor allem bei Fehlen attraktiver Alternativen auch weiterhin vertreten werden. Die zukünftige Positionierung wird unter anderem von der Erbringung geforderter Wirksamkeitsnachweise abhängig sein, Optionen bieten Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Hämodilutionsmittel. Die gute Kombinierbarkeit mit anderen Behandlungsmethoden stellt eine Einbindung in multifaktorielle Therapieregimes in Aussicht. Schlüsselwörter: Hämodilution, Kolloide, Hydroxyethylstärke, Mikrozirkulationsstörungen
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