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Die Verletzung der Arteria profunda femoris als seltene Komplikation bei osteosynthetischer Versorgung
einer instabilen pertrochantären Femurfraktur mittels Gammanagel

R.Peppmüller, T. Bredendiek, J. Erhard



Die Versorgung, insbesondere instabiler pertrochantärer Femurfrakturen durch eine intrameduläre Stabilisierung mit dem Gammanagel, stellt in der Traumatologie mittlerweile eine probate und sichere Methode der Versorgung dar. Anhand eines Fallbeispiels wird die außergewöhnlich seltene Komplikation einer Verletzung der Arteria femoralis profunda dargestellt. Hierbei kam es zu einer Durchspießung der Arterie durch eine Frakturspitze des sekundär dislozierten Trochanter minor.

Kasuistik

Am 7.12.1998 erfolgte die stationäre Aufnahme eines 91-jährigen männlichen Patienten, in reduziertem Allgemeinzustand, nach Sturz auf die rechte Hüfte.

Klinische und radiologische Diagnose: instabile pertrochantäre Femurfraktur mit Abriß des Trochanter minor ohne wesentliche Dislokation. Sofortige operative Versorgung der Fraktur durch Gammanagelosteosynthese (s. Abb. 1).

Am achten Tag post OP kam es bei dem verwirrten und unruhigen Patienten zu einer Anschwellung des rechten Beins, insbesondere des rechten Oberschenkels. Radiologisch: leicht vermehrte Dislokation des Trochanter minor (s. Abb. 2).

Abbildung 1 Abbildung 2


Unter der primären Annahme einer Beinvenenthrombose wurde eine Phlebographie durchgeführt. Hierbei fand sich eine Pelottierung der tiefen Oberschenkelvenen, jedoch ohne Thrombosenachweis (s. Abb 3).

Abbildung 3



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