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Wertigkeit des
"Schwabinger Schockraum-Modells"

J. Scherer, K. Wiesend, A. Maass, E. Höcherl


Zusammenfassung

Durch Integration eines Spiral-CT in den neu erbauten Schockraum I am Städtischen Krankenhaus München-Schwabing erfuhr das Schockraum-Management eine Änderung des Algorithmus mit primärer Umlagerung der Patienten direkt auf den CT-Tisch. Nach Kontrolle der Vitalparameter des Patienten erfolgt eine Spiral-CT-Untersuchung mit Toposcan, die eine zusammenfassende simultane Beurteilung der Komplexität des Verletzungsmusters gestattet und eine rasche Therapieentscheidung ermöglicht. Der diesbezügliche Zeitbedarf wurde anhand von 200 als "Polytrauma" angemeldeten Patienten überprüft und betrug im Mittel 14,7 Minuten. Eine notwendige Umlagerung des Patienten und ein Transport zu einem räumlich getrennten CT mit den hierdurch entstehenden Zeitverlusten entfällt. Ebenso wird hierdurch die Belastung des kritisch Verletzten reduziert. Hinsichtlich der evaluierten Überlebens- bzw. Letalitätsraten der Schwerverletzten zeigte sich im Vergleich mit den Ergebnissen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, Stand Oktober 1998, die Tendenz zu einer geringeren Krankenhaus-Letaliät bezüglich der errechneten ISS-Werte bei Polytraumen (ISS > 16).

Neben der zunehmenden Schulung und Erfahrung der Mitarbeiter der Sektion Unfallchirurgie der integrierten Nothilfe durch die gegebene Interdisziplinarität mit insgesamt 395 Schockraum-Behandlungen im Jahre 1998 stellte die Schnittstellen-Optimierung zwischen Präklinik und Klinik sowie der Feedback für die präklinischen Dienste eine deutliche Verbesserung gemäß der Beurteilung der präklinischen Dienste dar. Durch die große Akzeptanz des "Schwabinger Schockraum-Modells" findet sich in der Folge eine stetige Steigerung der Fallzahlen.


J. Scherer, K. Wiesend, A. Maass, E. Höcherl
Abteilung für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
Städtisches Krankenhaus München-Schwabing
Kölner Platz 1
D-80804 München
Tel. 089 3068 2001
Fax. 089 3068 3904




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