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| Wertigkeit des "Schwabinger Schockraum-Modells" J. Scherer, K. Wiesend, A. Maass, E. Höcherl Die präklinische Versorgung von polytraumatisierten Patienten erfordert eine situationsgerechte- und Verletzungs-adaptierte Therapie des Notarztes vor Ort in Kombination mit einem möglichst raschen Transport des Patienten in ein geeignetes Traumazentrum. In der Literatur finden sich diesbezüglich präklinische Versorgungszeiten von durchschnittlich 71 bis 90 Minuten. Ausgehend von Stabilisierungs- und Diagnostikzeiten im Schockraum mit herkömmlichem, dem "state of the art" entsprechenden Management, von etwa 35 Minuten (nach Nast-Kolb) wurde das neu eingesetzte Schwabinger Schockraum-Modell prospektiv vom 01.01 .98 bis 31.12.98 hinsichtlich seiner Effektivität untersucht. Hierbei werden neben schwerverletzten Kindern und Erwachsenen fachübergreifend interdisziplinär unter Leitung und Organisation der Sektion Unfallchirurgie der integrierten Nothilfe all diejenigen Patienten erstdiagnositiziert und -versorgt, die gemäß der subjektiven Einschätzung des Notarztes oder der zu verlegenden Klinik einer primären CT-Diagnostik bedürfen. Im Beobachtungszeitraum wurden
insgesamt 395 Patienten im Schockraum I (99,8%) und II
(0,2%) versorgt. Hierbei handelte es sich in 50,6% der
Fälle um als "Polytrauma" angemeldete
Patienten. 17,5% der Patienten wiesen isolierte
Schädel-Hirn-Traumen bzw. nicht traumatisch bedingte
neurochirurgische Krankheitsbilder auf. 15,4% der
Schockraum-Aufnahmen waren durch schwerverletzte Kinder
bedingt. Internistische Krankheitsbilder sahen wir bei
11,1% der Patienten. Die restlichen 5,3% der Patienten
verteilten sich auf die Fachdisziplinen Pädiatrie,
Gynäkologie, HNO sowie Gefäßchirurgie (s. Tab 1). Tabelle 1: Verteilung der Schockraum-Behandlungen 01.01.-31.12.98 (Einordnung nach Abschluß der Schockraum-Diagnostik)
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