D. Molitor
Die Wirkung des Prostaglandin-Synthesehemmers-2-Benzyl-2-Imidazolin auf den Gefäßspasmus von Nierentransplantaten nach einer Kaltperfusion



Zur Zeit ist die Verbesserung der Organkonservierung Gegenstand mehrerer Studien mit verschiedenen Konservierungslösungen. Es gilt z.B., das akute Nierenversagen weitgehend zu verhindern, die Kaltischämiezeit zu verlängern und die Primärfunktion zu steigern. Durch Zusätze zur Lösung, wie z.B. Calziumantagonisten glaubte man, Teilzielen näher zu kommen. Ein anderer Weg war die Beeinflussung des Prostaglandinstoffwechsels, der für Gefäßerweiterung oder Verengung als möglicher Verursacher in Frage kam. Es galt eine optimale Perfusion zu erreichen.

Das Prostaglandin Thromboxan A2 wurde im Schweinetierexperiment als möglicher Gefäßspasmenverursacher bei einer Kaltperfusion mit Tolazolin gehemmt. Die Transplantation erfolgte autolog nach 12 bzw. 24 Stunden Kaltischämie.

Die Organfunktion wurde mit Hilfe der Ausscheidung, der harnpflichtigen Substanzen im Serum und der Nierensequenzzintigraphie während 8 postoperativer Tage beurteilt. Außerdem wurde intraoperativ vor der Organkonservierung, nach Organtransplantation und vor Transplantatentnahme der Flow in der A. renalis gemessen.

Durch die Hemmung der Thromboxan A2 Synthese mit Tolazolin konnte nur ein kurzfristiger Benefit bei 12 stündiger Kaltischämie erzielt werden, für Langzeitischämiezeit war dieses Verfahren nicht geeignet.


1990, 160 Seiten, ISBN 3-9801389-9-2, Preis: 23,- Euro

Pabst Science Publishers
Eichengrund 28
D-49525 Lengerich


  • Auch bei Bestellungen per Email 
    bitte immer die Lieferanschrift  angeben. Vielen Dank.