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B. H. Markus |
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Ziel dieser Untersuchungen war es, mehr über die Bedeutung der HLA-Antigene und der immunologischen Grundlagen bei der Lebertransplantation zu erforschen. Der statistische Vergleich der HLA-Kompatibilität mit dem Überleben der Lebertransplantate zeigte, daß durch eine bessere Kompatibilität zwar weniger Abstoßungen zu verzeichnen waren, daß andererseits bei besserer Kompatibilität auch andere Mechanismen zum Transplantatversagen führen. Darauf basierend wurde das Konzept der dualistischen Rolle der HLA-Kompatibilität bei der Lebertransplantation formuliert. Dieses Konzept besagt, daß eine Übereinstimmung bei den HLA-Antigenen zwischen Organspender und -empfänger zu weniger Abstoßungsreaktionen führt, daß aber andererseits durch diese HLA-Übereinstimmung andere immunologische Abläufe z.B. durch HLA-vermittelte Restriktionsmechanismen vermehrt zum Tragen kommen. Hierbei werden die Art und Qualität der HLA-Antigenübereinstimmung, also der entsprechende HLA-Locus und die Anzahl der übereinstimmenden HLA-Antigene, mit von Bedeutung sein. In der folgenden Zeit wurde dieses Konzept der dualistischen Rolle des HLA-Antigensystems bei der Lebertransplantation von anderen Arbeitsgruppen übernommen. Die Basis dieses Konzeptes mag dabei nicht nur für die Lebertransplantation gelten, sondern wahrscheinlich auch für andere Organtransplantationen. Aufgrund des oftmals immunologischen Wesens von Lebererkrankungen sowie immunologischer Besonderheiten der Leber erscheinen diese Vorgänge bei der Lebertransplantation jedoch offensichtlicher zu sein. Dementsprechend konnten Manez und Duquesnoy in weiterführenden Arbeiten bei vermehrter HLA-Kompatibilität eine erhöhte Rate von CMV-Hepatitiden, ein erhöhtes Rezidivrisiko der Hepatitis B wie auch der Hepatitis C nach Lebertransplantation nachweisen. 1996, 200 Seiten, ISBN 3-9317660-27-3, Preis: 15,- Euro |
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Pabst
Science Publishers |
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