F. Fändrich
Zur immunmodulatorischen Bedeutung natürlicher Killerzellen bei der Transplantat-gegen-Wirt Erkrankung (GvHD)



Die im Buch behandelte Thematik der immunologischen Einflußgrößen auf die Organfunktionsrate nach allogener und semiallogener Transplantation intestinaler Organe beschreibt erstmals das aus immunologischer Sicht elementare Zusammenspiel der "non-adaptiven" und der "spezifischen" Immunabwehr. Der entscheidende Stellenwert natürlicher Killerzellen als essentielle Effektorzellen der non-adaptiven Immunantwort im Rahmen der Transplantat-gegen-Wirt (GvHR) und der Wirt-gegen-Transplantat Reaktion (HvGR) wird am Beispiel der heterotopen Dünndarmtransplantation im Rattenmodell belegt. Diese Ergebnisse spiegeln zudem wichtige Erkenntnisse aktueller Forschungsschwerpunkte wider, die den Erkennungs-, Aktivierungs- und Inhibitionsmechanismus der NK-Zellen beschreiben. Aufgrund des gegenwärtigen Kenntnisstandes zum Polymorphismus der auf den NK-Zellklonen eines Individuums exprimierten MHC-Klasse I Rezeptoren muß davon ausgegangen werden, daß NK-Zellen transplantierte Fremdantigene allospezifisch erkennen können. Die damit verbundene allogene Zytotoxizität natürlicher Killerzellen muß nunmehr als "first-line defense" der Transplantatabstoßung erachtet werden, da sie innerhalb von 6 Stunden nach erfolgter Transplantation erfolgt. Wie hier gezeigt, richtet sich die NK-Zell-vermittelte Abstoßung allogener Zielzellen in erster Linie gegen Zellen hämatopoetischen Ursprungs. Zukünftige Konzepte der spezifischen Toleranzinduktion, die sich der Empfängerkonditionierung durch tolerogene Blut- oder Knochenmarkzellen bedienen, sind konsequenterweise nur denkbar, wenn hierbei der individuell sehr unterschiedlich ausgeprägten NK-Zellaktivität entsprechend Rechnung getragen wird.


1998, 212 Seiten, ISBN 3-931660-98-2, Preis: 20,- Euro

Pabst Science Publishers
Eichengrund 28
D-49525 Lengerich


  • Auch bei Bestellungen per Email 
    bitte immer die Lieferanschrift  angeben. Vielen Dank.