W. Pabst, ***
Du sollst schön langsam sterben
Der Terror des jugoslawischen Regimes gegen kroatische Bürger

1982, 200 Seiten, ISBN 3-936142-97-1, 
Preis: 10,- Euro

 

Seit seiner Gründung 1918 litt der Vielvölker-Staat Jugoslawien unter dramatischen Spannungen, die mit radikalen Emotionen und brachialer Gewalt ausagiert wurden. Die Konfliktlinien wechselten zwischen den verschiedenen Nationalitäten, Religionszugehörigkeiten, soziokulturellen Milieus und wirtschaftlichen Interessengruppen.

Im und unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg eskalierten die Kämpfe zu einem Blutbad. Milan Grol, zeitweise Vizepremier Jugoslawiens, bezeichnete sein eigenes Land als "Schlachthaus".

Nachkriegs-Premier Josip Broz, genannt Tito, brachte die Konflikte in einer Schein-Demokratie und Real-Diktatur unter Kontrolle: Einerseits spielte er die Kontrahenten gegeneinander aus. Anderseits ließ er Missliebige verhaften bzw. liquidieren. Gemessen an der Bevölkerung erreichte Jugoslawien die höchste Zahl politischer Gefangener in Europa.

Serbien als größte Teilrepublik besaß seit 1918 den größten Einfluss - und war bemüht, das kleinere, aber wohlhabendere Kroatien zu dominieren und zur Kasse zu drängen. Daher zählten Kroaten zu den bevorzugten Opfern der jugoslawischen Regime.

Der deutsche Publizist Wolfgang Pabst zeichnet die Lebens- und Leidenswege von zwölf dieser Opfer nach. Auf dem Hintergrund der reportageartigen, detailliert dokumentierten Berichte wird die kroatische Geschichte zwischen 1918 und 1981 anschaulich.
Pabst Science Publishers
Eichengrund 28
D-49525 Lengerich

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